Was ist Social Trading

Als Social Trading wird der Austausch von Börsen- und Marktinformationen zwischen privaten Investoren bezeichnet. Private Anleger veröffentlichen entweder ihr komplettes Portfolio, Handelsstrategien in Echtzeit oder ihre Meinung zu Assets auf speziellen Plattformen. Ihre Follower können diese Informationen einsehen und den Trade mit ihrem eigenen Geld 1:1 nachbilden. Der folgende Beitrag informiert darueber, was Social Trading ist und warum es Trend ist.

Was ist Social Trading?

Social Trading ist so beliebt, weil es Einsteigern ohne Finanzwissen und Trading Erfahrungen den erfolgreichen Handel an den Märkten weltweit ermöglicht. Doch auch erfahrene Investoren profitieren davon, die Handelsstrategien anderer Anleger zu entdecken. Social Trading ist zudem kostengünstig.

Verschiedene Varianten von Social Trading

Beim Social Trading wird unterschieden zwischen Mirror Trading und Copy Trading. Beim Mirror Trading folgt der Follower automatisch allen Trades des ausgewählten Signalgebers. Beim Copy Trade folgt der Follower von ihm selbst bestimmten einzelnen Trades des Signalgebers. Diverse Copy Trading Plattformen bieten ihren Mitgliedern weitere Möglichkeiten an. Follower können zum Beispiel den erzielten Dividenden oder dem gesamten Portfolio von Copy Tradern folgen.

Kopieren von Portfolios

Mittlerweile gibt es eine Fülle Plattformen, auf denen die Mitglieder die Trades von ausgewählten Copy Tradern in Echtzeit nachbilden können. Voraussetzung ist die Registrierung auf einer Plattform. Den Betrag, mit welchem der Trade nachgebildet wird, legt der Follower fest.

Ausgeführt wird der Trade vom unabhängigen Kooperationspartner der Social Trading Plattform oder von der gewählten Plattform, falls diese selbst als Broker fungiert. Für die Weiterleitung des Kauf- beziehungsweise Verkaufsauftrages erhält die Plattform eine Provision. Einige Anbieter von Social Trading beteiligen den Signalgeber anteilmäßig an dieser Provision.

Gebühren und Zusatzkosten beim Social Trading

Zur Teilnahme wird eine spezifische Trading-Software benötigt. Diese wird mehrheitlich von den Plattformen kostenlos zur Verfügung gestellt. Die Registrierung auf der Plattform und die Auswahl der Signalgeber ist bei den meisten Plattformen ebenfalls kostenlos.

Gebühren werden erst fällig, wenn Anleger Kauf- oder Verkaufsorders tätigen. Für jede Handelsstrategie, die vom Follower kopiert wird, berechnet die Plattform eine Gebühr. Diese kann entweder im Spread enthalten sein (Differenz zwischen dem Kauf- und Verkaufspreis) oder wird direkt berechnet.

Beim Social Trading können zudem produktabhängige Zusatzkosten entstehen. Zum Beispiel fallen Zusatzkosten an, wenn CFDs über Nacht gehalten werden. Für den Handel mit Fonds und Zertifikaten können Verwaltungs- und Zertifikatskosten anfallen. Einige Plattformen stellen beim Erreichen bestimmter Renditeziele Performancegebühren in Rechnung.

Indirekte Kosten können beim Social Trading beispielsweise in Form von Depotgebühren entstehen.

Aspekte, die beim Social Trading zu beachten sind

Bevor Anleger eine Handelsstrategie kopieren, müssen sie sowohl die Risiken als auch die Funktionsweise der Produkte, die sie traden, verstehen. Erfahrungen bei der Investition in Wertpapiere und/oder sonstige Assets sind von Vorteil. Nur dann ist es dem Follower möglich, die Handelsstrategie eines Signalgebers richtig zu beurteilen.

Die Chance, gute Renditen zu erzielen, steigt zudem, wenn sich der Anleger ausreichend Zeit für die Entscheidung für eine Investition nimmt. Bevor der erste Trade mit Echtgeld getätigt wurden, ist es zu empfehlen, dass sich der Anleger mittels des kostenlosen Demokontos, welches die meisten Plattformen zur Verfügung stellen, mit den Funktionen vertraut macht.

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